Rise Against – The Black Market

Rise Against – The Black Market

Drei Jahre nach ihrem letzten Studioalbum sind Rise Against wieder da: Ihr neues Album „The Black Market“ erschien am 11. Juli 2014 – und verspricht den guten alten Rise Against Sound. NayaCliché hat vorab reingehört: Weniger Kommerz, mehr Hardcore.

Künster: Rise Against

Album: The Black Market

Veröffentlichung: 11. Juli 2014

„Back to the roots: Rise Against überwinden den Mainstream und kehren zu ihren Hardcore-Wurzeln zurück. Schneller, lauter, dreckiger – und jeden Cent wert. Gute Vorbeitung für die anstehende Deutschland-Tour!“ 

Gut zwei Jahre war es ruhig um die Band aus Chicago. Endlich sind Rise Against zurück – mit neuem Studioalbum und Deutschland-Tour. Als „Melodic Hardcore“ wird ihre Musik bezeichnet. Doch ihr letztes Album bediente eher den Mainstream-Geschmack. Die Deutschland-Konzerte 2012 waren voll – und voller junger Menschen. Mit „The Black Market“ finden Rise Against zurück zu ihren Wurzeln. Laut, dreckig, Hardcore eben. Und nach wie vor mit unverwechselbaren Texten. 

„In den neuen Songs präsentieren wir unsere Gefühle ganz direkt, vollkommen ungefiltert“, erklärt Tim McIlrath, Leadsänger der Band. Es ist ihr siebtes Studioalbum – und auch dieses Mal sind es vor allem ihre Texte, die zum Nachdenken anregen. „Ich habe irgendwie unterschätzt, was Rise-Against-Songs eigentlich sind, was sie mit einem anstellen können, was die Texte mit dir machen und wie sie einen manchmal auch ganz schön herunterziehen können“, sagte McIlrath zur Produktion des neuen Albums. Und tatsächlich: Immer wieder sind es die Texte, die Rise-Against-Songs von anderen abheben. Schwermütig, nachdenklich, aber letztendlich auch ermutigend.

Direkt zu Beginn des Albums steht der Song „The Great Die-Off“ – ein Song, der an die Anfänge von Rise Against erinnert, oder zumindest an „The Unraveling“ aus dem Jahr 2001. Hardcore-Punk mit eingängigen Melodien im Refrain – eben das, was Rise Against über die Jahre hinweg ausgemacht hat.

Der zweite Song, „I don’t wanna be here anymore“, ist zugleich die erste Single-Auskopplung des Albums. Der Titel kombiniert den alten Sound der Band mit den zuletzt veröffentlichten Titeln – punkige Strophen und ein melodiöser Refrain. Dennoch sind die Lyrics deutlich demütiger als früher.

I don’t want to be here anymore,
I know there’s nothing left worth staying for.
Your paradise is something I’ve endured.
See, I don’t think I can fight this anymore.

Dieses Phänomen zieht sich durch das gesamte Album: Die neuen Texte sind resignierend, demütig und weniger mutmachend als gewohnt. Verlust, Versagen, Zukunftsängste und Abschied: Rise Against wirken auf ihrem neuen Album nachdenklich und sentimental. Von den alten Botschaften („Let’s unwrite these pages, and replace them with our own words.“) bleibt nur wenig übrig.

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Bilder: Universal Music

Dennoch gibt es auch auf diesem Album Songs, die einfach „typisch Rise Against“ sind. So erinnert „People live here“ stark an Songs wie „Hero of war“ – kritisch und die Welt verbessernd. Der Song ist akustisch und Streichinstrumente betonen seine melancholische Stimmung. Trotz Demut und Sentimentalität: Rise Against machen nachdenklich, punkten durch einmalige Texte und wenden sich von ihrem Mainstream-Songs der letzten Jahre ab. Sie sind zurück – und zwar so, wie in ihren Anfängen.

 

Fazit:
Alles in allem ist das neue Album für echte Rise Against- und Harcore-Fans ein Muss. Weniger Mainstream-Melodien, Rise-Against-typische Texte und ein Sound, den alteingesessene Fans lieben. Die Songs sind zwar weniger optimistisch als gewohnt, verbreiten aber dennoch die gewohnten idealistischen Wertvorstellungen. 

Konzert-Tipp:
Und zuletzt eine gute Nachricht für alle Rise Against Fans: Die Band kommt im November für vier Konzerte nach Deutschland. Tickets sind noch verfügbar und liegen zwischen 32,50 und 42,80 Euro. Aber Vorsicht: Die letzte Tour war ziemlich schnell ausverkauft!



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