Finn Noir: Eine Singer/Songwriterin, die Geschichten erzählt

Finn Noir: Eine Singer/Songwriterin, die Geschichten erzählt

Nur sie und ihre Gitarre auf einer großen Bühne – bereits letztes Jahr hat Morgane Hinz (19) das Sommerschein-Publikum in ihren Bann gezogen. Als „Bird Parker“ brachte sie die Zuschauer mit sanften Gitarrenklängen und einer warmen Stimme zum Träumen. Nach einer Pause legte sie jetzt beim 17. Sommerschein Festival ein erstklassiges Comeback unter dem neuen Namen „Finn Noir“ hin – und war doch etwas überrascht von der Reaktion ihres Publikums… 

Morgane Hinz spielte zum zweiten Mal auf dem Sommerschein.

Morgane bezeichnet sich selbst als sehr selbstkritischen Menschen. „Das ist einerseits gut, weil man immer in Bewegung bleibt“, stellt die 19-Jährige fest, „aber auch auf Dauer anstrengend, wenn man nicht zufrieden mit seiner Leistung ist.“ Sie hatte immer den Eindruck, sie sei nicht wirklich weitergekommen, erzählt sie. Das sei auch der Grund, warum sie eine Pause einlegte und sich auf andere Dinge konzentrierte, wie die Schule oder das Bücher schreiben. Sie habe „die Gitarre im Koffer unterm Bett“ geparkt und in dieser Zeit überhaupt keine Musik gemacht, erklärt die Sängerin. Aber schon nach wenigen Monaten habe es sie wieder in den Fingern gejuckt. Schnell hatte sie neue Ideen, schrieb neue Songs und legte sich einen neuen Namen zu, um dem Ganzen ein neues Gesicht zu geben – Finn Noir war geboren.

„Ich würde mich nicht nur als Sängerin bezeichnet. Lieber als Geschichtenerzählerin“, so Morgane. Ihrer Ansicht nach haben in der heutigen Zeit viele Leute verlernt zuzuhören. Daher möchte sie die Musik als Medium nutzen, um ihre Geschichten zu übermitteln. Dabei schreibt sie ihre Texte allerdings nicht auf Knopfdruck. „Entweder es kommt oder es kommt nicht“, sagt die Koblenzerin. „Manchmal ist mein Kopf so voll, dass ich dann einfach schreiben muss, damit der Kopf nicht so schwer ist.“

Bereits 2011 wurde die Schülerin auf dem Sommerschein Festival bejubelt. Damals war sie mit eigenem Wohnwagen angereist und verbrachte das gesamte Wochenende auf der Heide. „Es ist am Anfang immer komisch, wenn man in eine neue Gruppe kommt“, gibt Morgane zu. „Aber alle hier sind sehr nett und offen. Und es tut gut so ein positives Feedback zu bekommen.“ Heute stand sie nach ihrer kreativen Pause erstmals wieder auf der Bühne, was ihr Publikum allerdings nicht wusste. Nach ihrem Auftritt war Morgane beeindruckt: Die Zuschauer waren wieder hin und weg von ihr – als hätte es nie eine Pause gegeben!

Die Sängerin macht nächstes Jahr ihr Abitur und möchte danach zum Studieren nach London gehen – und auch dort Musik machen und schreiben. Aber auch bis dahin hat sie noch einiges vor: So erscheint im Herbst ihre erste EP (voraussichtlich unter dem Namen „Poetry & Truth„) mit fünf eigenen Songs. Außerdem spielt Finn Noir am 11. August 2012 in Virneburg das erste eigene Konzert, zusammen mit einem Künstler namens Me, Setting Sails.

Was viele nicht erwarten würden: Morgane hat sich sowohl das Singen als auch das Gitarre spielen selbst beigebracht und kann nicht mal Noten lesen! Umso erstaunlicher ist es, was sie auch heute wieder auf der Sommerschein-Bühne präsentiert hat: Viel Gefühl, durchdachte Texte und eine einmalige Stimmung.

Die Sängerin hat sich das Gitarre spielen selbst beigebracht.


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